Eine Region mit langer Tradition

... vom ältesten Dorf der Steiermark zum edlen Heilbad

Hier, wo heute Bad Gleichenberg liegt, war in vorgeschichtlicher Zeit Wasser. Die ältesten Spuren menschlichen Lebens reichen in die Jungsteinzeit zurück. Schon vor 5.000 Jahren entstand im Zentrum von Bad Gleichenberg, auf dem Wickenburghügel ein kleines Dorf, das älteste bisher entdeckte Dorf der Steiermark. Tongefäße, Steinhämmer und Äxte, die 1872 entdeckt wurden, zeugen von einer Besiedlung in der Pfahlbauzeit.

Nachweislich wurden die Gleichenberger Heilquellen bereits von den Römern genützt. Den wichtigsten Fund machte man 1845 mit dem "Römer-Brunnen", einem gut erhaltenen Brunnenkranz in vier Meter Tiefe. Die dabei entdeckten 74 römischen Münzen und 12 versteinerten Haselnüsse aus dem 1. - 3. Jahrhundert n. Chr. belegen, dass schon die Römer die Bad Gleichenberger Quellen kannten.

Die heilsamen Wasservorkommen sowie das äußerst milde Klima und die wunderschöne Landschaft verleihen dem Kurort Bad Gleichenberg ein unvergessliches Flair, wodurch ein Kuraufenthalt oder ein Erholungsurlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

  • Historische Trinkkur in Bad Gleichenberg
  • Ziegenmilchkur in Bad Gleichenberg
  • Graf Wickenburg mit Gründungsaktie

180 Jahre Bad Gleichenberg

Den Grundstein für die mittlerweile 180jährige Geschichte als Kurort legte am 10. Mai 1834 Matthias Constantin Capello Graf von Wickenburg. Der Grazer Arzt Dr. Werlé - übrigens ein Schwager Erzherzog Johanns - hatte ihn auf die Quellen und deren Heilwirkung aufmerksam gemacht. Wickenburg war von der landschaftlichen Schönheit und dem milden Klima des Gebietes derart begeistert, dass er beschloss, diesen Schatz jedermann zugänglich zu machen.

Als weitsichtiger Mann gründete er zur Finanzierung der ersten Infrastruktur und zur Trockenlegung des einst sumpfigen Gebiets den Gleichenberger Johannisbrunnen Actienverein. Bereits drei Jahre später, 1837, fand die erste Kursaison statt, in der 118 Gäste zur Erholung im Heilbad weilten.

Der "Curort Gleichenberg" erlangte schnell internationalen Ruhm als heilbringende Stätte und wurde zum Luxuskurort der Monarchie. Der europäische Hochadel und zahlreiche prominente Persönlichkeiten bezogen in den noblen Hotels Quartier. Auch Peter Rosegger erholte sich hier vom Asthma und schrieb 1906 "Diesen Erdenwinkel lieb' ich."

Die Gäste fanden in Bad Gleichenberg sehr bald alles, was sie für ihr Wohlbefinden brauchten: edle Unterkünfte, wohltuende Behandlungen, Unterhaltung bei den täglichen Konzerten und einen 20ha großen Kurpark. Diesen "Grünen Salon" legte 1837 Gräfin Emma von Wickenburg, die Gattin des Kurortgründers, an und bepflanzte ihn mit zahlreichen exotischen Bäumen und Sträuchern. Besonders bekannt ist der "Mammutbaum" mit seinen mächtigen Ästen.

Am 22. Juni 1926 wurde dem Curort das Beiwort "Bad" verliehen.

Die Entstehungszeit des "Curorts Gleichenberg" liegt im Biedermeier. In Erinnerung an die Anfänge feiern wir jährlich das große Biedermeierfest im Kurpark.

Kaiser Ferdinand besucht den Curort (PDF, 28KB)

  • Kurpark Bad Gleichenberg
  • Villa Wickenburg im Kurpark
  • Mailandsaal Bad Gleichenberg

Das Schloss Bad Gleichenberg

1170 wurde an einer strategisch günstigen Engstelle am südlichen Ausgang der Klausenschlucht die Burg Alt-Gleichenberg von den Herren von Wildon errichtet. 1185 wurde der Name "Glichenberch" erstmals urkundlich erwähnt. Ein gewisser Hermann war Verwalter einer Burg namens "Glichenberch". Die Burg kam 1302 in den Besitz der "Walseer". Überreste der Burg sind heute als "Meixnerstube" erkennbar.

Im 14. Jahrhundert errichteten die Walseer gegenüber der alten Burgstelle die Burg "Neu-Gleichenberg". 1581 kam die Burg in den Besitz der Familie Trauttmannsdorff und wurde im 17. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut.

Bis 1945 blieb sie in ihrem Besitz. Durch die Kriegshandlungen wurde sie schwer beschädigt und von der Familie Stubenberg erworben. Berühmtheit erlangte das Schloss auch wegen der Hexenprozesse, die in der Region abgehalten wurden.

Endgültig zerstört wurde Schloss Gleichenberg schließlich durch ein Feuer in der Nacht vom 7. auf den 8. September 1983.

zur Website von Schloss Gleichenberg

Geschichte zu Schloss Gleichenberg (PDF, 72KB)

Kirche und Kloster (PDF, 124KB)

Nehmen Sie Teil an einer unserer wöchentlichen Führungen durch Kurort, den historischen Kurpark, das Curmuseum oder je nach Saison auch zum Freilichtmuseum Trautmannsdorf, um mehr über die Geschichte(n) der Region zu erfahren. Die Termine finden Sie im aktuellen Veranstaltungskalender.


Oder lesen Sie in einem der Bücher von Ria Mang über Bad Gleichenbergs große Vergangenheit nach. Die einzelnen Bände sind im Curmuseum, im Tourismusbüro oder auf Bestellung unter 0043 (0) 3159 2203 oder info (at) bad-gleichenberg. at gerne auch per Post erhältlich.

  • Bücher zur Kurortgeschichte
  • Bücher über Bad Gleichenberger Schicksalstage und Raffinierte Rezepte aus alten und schweren Zeiten
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